Immer wieder werden auch die Krypto-Börsen Opfer von Hackerangriffen und verlieren hierdurch Millionen an Kryptowährungen wie Bitcoin. Dies betraf auch die Börse Bitfinex, welche im Jahr 2016 etwa 119,756 BTC bei einem Hackerangriff verloren hatte

Der Bitfinex-Hacker

Lange Zeit wurden die erbeuteten Bitcoins nicht mehr bewegt. Aber seitdem der Bitcoin Kurs wieder eine höhere Marke erreicht hatte, wurden hier Kaufbewegungen von Whale Alert ermittelt. So wurden insgesamt an einem Tag 5045,8 BTC in andere Wallets übertragen. Hierbei hatte der Hacker nicht alle Bitcoins mit einem Mal verschickt, sondern auf 14 Transaktionen aufgeteilt. Der gegenwertige Wert dieser Transaktionen beläuft sich auf etwa 100 Millionen USD. Hierbei betrug die kleinste Bitcoin Transaktion 261,24 BTC, während die höchste 469,89 betrug.

Die erbeuteten Bitcoins sind insgesamt 2,3 Milliarden USD wert

Bereits im August hat Bitfinex eine Belohnung von indgesamt400 Millionen USD auf die erbeuteten BTC ausgesetzt. Aber die Hacker hatten sich damals auf diesen Deal nicht eingelassen. Durch den gleichnishaften Anstieg vom Bitcoin-Kurs, hat die gestohlene Summe eine hohe Wertsteigerung erlebt. Inzwischen ist das Diebesgut etwa 2,3 Milliarden USD wert. So ist es nicht verwunderlich, dass sich Bitfinex für eine solch hohe Entlohnung entschieden hat. Der Hack von Bitfinex wird in die Geschichte von Bitcoin eingehen. Gemeinsam mit den Börsen CoinCheck und Mt. Gox handelt es sich um die höchste Menge an entwendeten BTC.

Es ist kein Kurs-Dump beim Bitcoin zu erwarten

Es gab zwar in den letzten Jahren immer wieder Hackerangriffe, jedoch wurden nie wieder so viele Bitcoin von irgendeiner Krypto-Börse entwendet. Ein Grund hierfür können die präventiven Maßnahmen der einzelnen Anbieter sein.

Im November veröffentlichte CipherTrace, dass diese Art der Kryptokriminalität im Jahr 2020 zurückgehend ist. Dennoch haben die Entwendungen im Kryptospace seit dem Jahre 2011 bereits die 17-Milliarden-USD-Marke ergriffen.

Die Bitcoins aus dem Bitfinex-Hack sind bei sämtlichen Börsen bekannt und können nicht so einfach ausgezahlt werden. Deshalb ist derzeit mit einem hohen Abverkauf nicht zu rechnen. Trotzdem werden auch diese Bitsoins irgendwann den Weg in an die Börse finden.

Einzelheiten zur Schadsoftware

Cyberkriminelle lassen heute nichts mehr unversucht, um sich auf illegale in den Besitz von Bitcoin und weiteren Kryptowährungen zu bringen. Daher nutzen sie Kryptobörsen, erpressen mit einer sogenannten Ransomware und verwenden noch viele andere Methoden, um die Anleger um die Coins zu bringen.

Trotz der stetig wachsenden Bekanntheit von Kryptowährungen ist der Großteil dieser Technologie seit dem Jahre 2009 unverändert geblieben. Zum Versenden von Coins braucht der Anleger nach wie vor Adressen, welche sich unmöglich zu merken sind. Deshalb haben sich die meisten Anleger angewöhnt, diese Adressen zum Versenden zu kopieren. Nun liegen Berichte vor, nach welchen die Hacker eine Möglichkeit gefunden haben, diese Gewohnheit auszunutzen, um die Bitcoins zu an sich zu reißen.